Linux-Umsteiger.de

Und der Einstieg fällt leicht!
Tux
Home
Programme
Tutorials
Links
Unterhaltung
Projekte


Dateien und Verzeichnisse
Wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, ist das Trennzeichen unter GNU/Linux kein Backslash (\), sondern ein einfacher Slash (/).
Kurze Erklärung: Verzeichnisse wurden zuerst unter UNIX entwickelt. Erst später wurde das Erstellen von Verzeichnissen auch unter DOS möglich, und Microsoft änderte das Trennzeichen in ein Backslash.
Betrachten Sie einmal die URL einer Website:
http://www.linux-umsteiger.de/index.html Fällt Ihnen etwas auf??? ;o)

Das Dateisystem von DOS ist geräteorientiert, die Laufwerke A: und B: sind Diskettenlaufwerke, C: ist die erste Festplatte usw. Auf jedem dieser Laufwerke befindet sich ein Dateibaum.
GNU/Linux hingegen hat ein dateiorientiertes Dateisystem d.h. es besitzt einen einzigen Dateibaum, das bedeutet für den Benutzer ist die Gerätestruktur nicht erkennbar. Das ist die logische Entwicklung eines Mehrbenutzersystems. Falls in einem Betrieb Platz auf einer Festplatte knapp wird, wo wird vom Systemverwalter eine zusätzliche Festplatte (vielleicht über Nacht) eingebaut und der Benutzer bzw. die Benutzer merken am nächsten Tag nichts von einer zusätzlichen Festplatte, wie das unter Windows der Fall wäre. Wie bereits erwähnt ist das Trennzeichen unter GNU/Linux ein /.
Das erste Verzeichnis in der Hierarchie ist das Wurzelverzeichnis /. Es ist sozusagen der Beginn des Verzeichnisbaumes.

Ein GNU/Linux-Dateibaum:

/Das Wurzelverzeichnis
/bindie wichtigsten für alle User verfügbaren Befehle
/devGerätedateien (vgl. /dev/hda)
/etcKonfigurations- und Informationsdateien
/homePrivate Verzeichnisse des Users (home directories),
normalerweise sollten Sie nur hier Ihre persönlichen
Dateien abspeichern!!!
/libBibliothek des C-Compilers (so genannte shared
libraries)
/mnt
/media
Hilfeverzeichnis zum Mounten von Dateisystemen,
die gemountet werden sollen
/proc Informationen über die laufenden Prozesse
/sbinBefehle zur Systemverwaltung
/usrsämtliche Anwendungsprogramme, die nicht zum
Booten benötigt werden
/usr/binBefehle die allen Usern zur Verfügung stehen
/usr/mandie Manual-Pages einfach man Befehl eintippen
(z.B. man ifconfig und Sie erhalten Information zum Befehl!)
/usr/srcden Quellcode für Systemprogramme z.B. Kernel
/varInformationsdateien, die laufend verändert werden
/var/spoolWarteschlangen (Queues) z.B. für Drucker
/var/tmpgroße temporäre Dateien, hier werden Dateien aus
verschiedenen Anwendungen abgelegt, nach Programmende
werden Sie wieder gelöscht
Autor / Lizenz: Wolfgang Neudorfer / GFDL

Google